Mosaikform

Als Mosaikformen bezeichnet man in der Evolutionsbiologie Organismen, die Merkmale zweier Taxa besitzen. Dabei stehen sie nicht zwangsläufig in gradliniger Beziehung zu den beiden Taxa, es können auch nahe Verwandte davon sein. Mosaikformen werden daher auch als Zwischenformen oder als Übergangsformen bezeichnet. Es handelt sich dabei jedoch um Organismen, die Merkmale von stammesgeschichtlich älteren und stammesgeschichtlich jüngeren biologischen Gruppen in sich vereinen….

Entwicklung des Rassegedankens / von Ulrich Baringhorst

Entwicklung des Rassegedankens “Das Recht des Stärkeren”, “Fressen oder gefressen werden” – Grundlage der rassistischen Ideen im 19. Jahrhundert war ein falsch verstandener Darwinismus. Denn Charles Darwin sprach nicht davon, dass der “Stärkere” im “Kampf ums Dasein” erfolgreich sei, sondern der am besten Angepasste. Die Mitglieder einer Art, die sich am besten an ihre natürliche…

Linkshänder / von Christiane Tovar

Linkshänder Michelangelo malte mit links, und auch Newton zog seine linke Hand der rechten vor. Die Liste berühmter Linkshänder ist lang. Trotzdem galten sie lange als Exoten, die zwar musisch begabt und außerordentlich kreativ sein sollen, aber auch ungeschickt und tollpatschig. Alles nur Vorurteile, sagen die Wissenschaftler. Fest steht, dass die so genannte Händigkeit von…

Warum singt der Mensch? / von Theresa Schramke

Warum singt der Mensch? Der eine macht es unter der Dusche, der andere in aller Öffentlichkeit auf einer Bühne, wieder andere machen es in der Gruppe: Die Rede ist vom Singen. Jeder hat schon mal gesungen, Singen scheint in der Natur des Menschen zu liegen. Aber warum fingen die Menschen einst an zu singen? Viele…

Fische – Unzählig, uralt und überall / von Pia Grzesiak

Fische – Unzählig, uralt und überall Fische sind die älteste und artenreichste Wirbeltiergruppe überhaupt. Schon vor 450 Millionen Jahren besiedelten die ersten Exemplare unsere Meere. Heute leben mehr als 20.000 verschiedene Arten in unseren Bächen, Flüssen und Meeren. Ob im eiskalten arktischen Meer, den Tropen, der Tiefsee oder flachen Tümpeln, die Wasserbewohner haben sich selbst an…

Lachen / von Götz Bolten

Lachen Lachen hat seit Jahren in Deutschland Hochkonjunktur: Der Bedarf an Schenkelklopfern ist groß und die Zahl der Nachwuchs-Kabarettisten kaum noch bestimmbar. Doch sollte man den Comedy-Boom nicht überbewerten. Nur 20 Prozent aller Lacher entstehen durch einen Witz. Die Mehrzahl der Lacher haben weniger mit Humor zu tun, sondern mehr damit, wie wir im Alltag…

Dinosaurier / von Tobias Schlößer

Dinosaurier Riesenhaft, furchterregend, mit gewältigen Zähnen und Klauen – dieses Bild von den Dinosauriern lässt sich seit längerer Zeit nicht mehr aufrechterhalten. Auch kleinere, weniger gefährliche Urzeit-Echsen bevölkerten im Mesozoikum, dem Erdmittelalter, nahezu alle Kontinente. 170 Millionen Jahre dauerte die Herrschaft der Dinosaurier, bis sie vor etwa 65 Millionen Jahren ausstarben. Sie waren ein Erfolgsmodell…

Das Aussterben der Dinosaurier / von Tobias Schlößer

Das Aussterben der Dinosaurier Gemessen an der Dauer ihrer Herrschaft verschwanden die Dinosaurier ziemlich plötzlich. 170 Millionen Jahre lang, ein ganzes Erdzeitalter, prägten die Dinosaurier die Tierwelt. Doch nach Ende der Kreidezeit vor rund 65 Millionen Jahren fehlt von ihnen jede Spur, mit einer Ausnahme natürlich: den Vögeln. Di­no­sau­ri­er gal­ten an­fäng­lich als dumm und groß…

Menschenopfer und Kannibalismus in der Steinzeit

Wiesbaden (archaeologie-news) – In Deutschland wurden in der Steinzeit blutige und grausame Menschenopfer sowie Kannibalismus praktiziert. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem inzwischen vergriffenenTaschenbuch „Rekorde der Urzeit“. Nachfolgend eine Leseprobe aus diesem Taschenbuch. Als das älteste Zeugnis von Kannibalismus, bei dem man einen religiösen Hintergrund vermutet, gelten die Skelettreste von etwa 40 Frühmenschen aus der…

Chemie der Liebe / von Franziska Badenschier

Chemie der Liebe Auf dem Weg zum Blind Date spritzt sich der Herr schnell noch etwas von dem gerade im Internet bestellten Pheromon-Parfum auf den Hals: Hoffentlich funktionieren die Sexuallockstoffe wirklich, denkt sich der Mann, immerhin war die kleine Flasche nicht gerade preiswert. Währenddessen wartet eine Frau auf das Ergebnis eines Gentests: Passen sie und ihr Freund…

Evolutionsforschung – Natur ist stets im Wandel

Evolutionsforschung – Natur ist stets im Wandel Die Idee, dass die Natur nicht unveränderlich ist, sondern sich langsam weiterentwickelt, brauchte lange, um sich durchzusetzen. Besonders in den christlich geprägten Ländern der Welt gab es bis ins Mittelalter kaum Zweifel daran, dass Gott alle Pflanzen- und Tierarten geschaffen hat – und die Welt vollkommen ist. Die…

Parasiten / von Franziska Badenschier

Parasiten Flöhe, Zecken, Würmer: Parasiten können ganz schön ekelerregend sein. Doch einige der Schmarotzer haben auch ihr Gutes. Ursprünglich wurde der Begriff “Parasit” für Menschen verwendet: In der griechischen Antike war ein Parasit ein ausgewählter Opferbeamter, der – stellvertretend für das Volk – an Opfermahlen teilnahm und so auf Kosten der Allgemeinheit Speis und Trank…